Drachen steigen lassen – aber sicher!

Spätestens, wenn im Herbst die ersten Blätter stimmungsvoll durch die Luft wehen, finden Kinder wieder großen Gefallen daran, einen selbstgebastelten Drachen steigen zu lassen. Doch so unbeschwert die bunten Drachen am Himmel scheinen mögen – es gibt auch Gefahren beim Drachen steigen lassen. Daher im Folgenden einige Tipps, worauf Kinder – und Sie, liebe Eltern, achten sollten!

Nur am richtigen Platz

Insbesondere kleinere Kinder sollten ihre bunten Papierfreunde nur unter Aufsicht einer erwachsenen Begleitperson am Himmel kreisen lassen. Als perfekter Austragungsort für dieses Vorhaben empfiehlt sich eine freie Wiese ohne störende Hindernisse. Lediglich als “Naturschutzgebiet” ausgewiesene Plätze sollten hierbei unbedingt gemieden werden.
Um einen perfekten Start seines Drachens gewährleisten zu können, muss dieser natürlich fehlerfrei zusammengebaut werden, bei einem Ausflug in die Luft sollten aufgrund des anfälligen Materials zudem Orte mit umstehenden Bäumen oder Gebüschen in der Nähe gemieden werden.

Als Maximalhöhe für einen Drachen gelten 100 Meter, hierauf sollte man idealerweise bereits bei der Wahl seiner Drachenleine gesondert achten. Da eine zu stark gespannte Drachenleine schnell zu schmerzhaften Einschneidungen in der Handinnenfläche führen kann, sollten Eltern ihren Nachwuchs für den Fall der Fälle zudem stets mit schützenden Handschuhen ausrüsten.

Für den Abstand zu nahegelegenen Flüghäfen ist eine gesetzliche Mindestentfernung vorgeschrieben: Damit die schwebenden Papierbasteleien nicht den Luftverkehr beeinträchtigen können, dürfen diese lediglich in 6 Kilometer Entfernung zu regulären Flugplätzen, sowie in 3 Kilometer Entfernung zu Segelflugplätzen ihren Weg in den Himmel antreten.

Mögliche Gefahren nicht unterschätzen

Besondere Vorsicht gilt bei naheliegenden Strommasten oder Oberleitungen: Rund 600 Meter Mindestabstand sollten hier beim Drachen steigen lassen unbedingt eingehalten werden, die Verwendung von Metall in Drachen und Drachenschnur ist zudem ein absolutes “No Go”. Sollte sich ein selbstgebastelter Drachen dennoch einmal in einer Stromleitung verfangen, müssen Anwender diesen auf schnellstem Wege loslassen und unverzüglich das städtische Elektrizitätswerk über den Vorfall informieren. Von eigenständigen Bergungsversuchen des Drachens sollte aufgrund der bestehenden Lebensgefahr in jedem Falle abgesehen werden, hier stellt der Bau eines neuen Drachens definitiv die empfehlenswertere Alternative dar.

Eine weitere, vielfach unterschätzte Gefahr beim Drachen steigen lassen schlummert auch in anrückenden Gewittern. Bei Blitzen oder Sturmböen gilt: schleunigst den Weg nach Hause antreten.

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